menu
  • BURNS NIGHT

    Heidelberg & District Pipes and Drums feiert die Burns Night seit 2005 zu Ehren des berühmten schottischen Nationaldichters und Poeten Robert Burns. Dieser lebte vom 25.1.1759 bis zum 21.7.1796; er wurde also nur 37 Jahre alt.
    Traditionell begeht HDPD die Burns Night immer an einem Samstag Ende Januar/Anfang Februar mit einem Burns Supper.

    Bei dieser Veranstaltung  erwartet unsere Gäste ein abwechslungsreiches Programm mit den Gastgebern „Heidelberg & District Pipes and Drums” und weiteren Highlights.

    Zu dem Burns Supper darf natürlich nicht das traditionelle schottische 3-Gänge Haggis Menü fehlen.

    Genießen Sie:

    - Scotch Broth
    - Haggis, Neeps & Tatties
    - Trifle Biscuit Whisky Dessert

    Angeboten wird auch immer ein hdpd Whisky Tasting mit einer Auswahl an verschiedenen Whiskys.

    Freuen Sie sich auf einen traditionellen schottischen Abend!

  • Impressionen von der Burns Night 02.2017

    Zur Bildergalerie hier klicken

Burns Supper

  • Der Burns Supper ist in Schottland ein jährliches Fest zu Ehren des Dichters Robert Burns. Schon bald nach seinem Tod (1796) veranstalteten enge Freunde von ihm diesen Abend. Gehalten wird es normalerweise an dessen Geburtstag, dem 25. Januar.

    Auf der Speisekarte steht immer das Gleiche:
    Suppe, Haggis mit Steckrüben und Kartoffeln (neeps and tatties), und als Nachtisch ein Trifle, eine englische Süßspeise, bestehend aus mehreren Schichten aus Custard (Puddingcreme), Obst oder Marmelade, Biskuitkuchen und Schlagsahne. Der Biskuit wird im Allgemeinen mit Alkohol getränkt.
    Haggis ist eine Spezialität aus der schottischen Küche und besteht aus dem Magen eines Schafes, paunch genannt, der mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett vom Schaf, Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Haggis ist mit Pfeffer scharf gewürzt, und das Hafermehl verleiht ihm eine etwas schwerere Konsistenz als Wurst.

  • Der formelle Teil des Abends folgt einem sehr ritualisierten Ablauf.

    Bevor der Haggis serviert wird, wird er auf einer Servierplatte feierlich vom Koch unter Begleitung eines im Kilt bekleideten Dudelsackspielers zum Rednertisch getragen, wo das Burns-Gedicht „The Address to a Haggis„ (siehe unten) vorgetragen wird.
    Bei den Worten cut you up wi’ ready slight („dich mit schlichter Gewandtheit aufschlitzen“) in der dritten Strophe wird die Hülle aufgeschnitten, so dass die Innereien auslaufen und sich auf der ganzen Servierplatte verteilen.

    Bei den Trinksprüchen wird Whisky getrunken. 

    Am Ende der Veranstaltung stehen alle auf, verschränken die Arme über Kreuz und gemeinsam wird das von Robert Burns gedichtete Lied „Auld lang Syne” gesungen.

  • The Address to a Haggis (1786)

    Fair fa’ your honest, sonsie face,
    Great Chieftain o’ the Puddin-race!
    Aboon them a’ ye tak your place,
    Painch, tripe, or thaim:
    Weel are ye wordy of a grace
    As lang’s my arm.
    The groaning trencher there ye fill,
    Your hurdies like a distant hill,
    Your pin wad help to mend a mill
    In time o’ need.
    While thro’ your pores the dews distil
    Like amber bead.
    His knife see Rustic-labour dight,
    An’ cut you up wi’ ready slight,
    Trenching your gushing entrails bright
    Like onie ditch;
    And then, O what a glorious sight,
    Warm-reekin’, rich!
    Then, horn for horn they stretch an’ strive,
    Deil tak the hindmost, on they drive,
    Till a’ their weel-swalled kytes belyve
    Are bent like drums;
    Then auld Guidman, maist like to rive,
    Bethankit hums.
    Is there that owre his French ragout
    Or olio that wad staw a sow,
    Or fricassee wad mak her spew
    Wi’ perfect sconner,
    Looks down wi’ sneering, scornfu' view
    On sic a dinner?
    Poor devil! See him owre his trash,
    As feckless as a withered rash,
    His spindle shank a guid whip-lash,
    His nieve a nit;
    Thro’ bluidy flood or field to dash,
    O how unfit!
    But mark the Rustic, haggis-fed,
    The trembling earth resounds his tread,
    Clap in his walie nieve a blade,
    He’ll mak it whissle;
    An’ legs, an’ arms, an' heads will sned,
    Like taps o’ thrissle.
    Ye Powers wha mak mankind your care,
    And dish them out their bill o’ fare,
    Auld Scotland wants nae skinking ware
    That jaups in luggies;
    But, if ye wish her gratefu’ prayer,
    Gie her a Haggis!

  • Auf einen Haggis

    Dein feines Gesicht sei von Glück erhellt,
    du Häuptling in der Würstewelt!
    Bist hoch über alle anderen gestellt,
    ob Pansen, ob Darm:
    Verdienst, dass man dein Lob erzählt,
    so lang wie mein Arm. 
    Die ächzende Schüssel da füllst du aus,
    dein Hintern schaut wie ein Bergrücken raus,
    Dein Holzspieß hülf als 'ne Rad-Achse aus,
    in Zeiten der Not.
    Und aus deinen Poren tritt Tau heraus,
    wie Bernstein rot. 
    Sieh, wie der Bauer sein Messer wischt;
    er schneidet dich auf, wenn aufgetischt,
    Und in dein saftiges Inneres er bricht,
    dem Pflüger gleich;
    Und dann, o welch gesegnete Sicht,
    warm-dampfend, reich. 
    Und Löffel für Löffel macht man sich ran,
    der Teufel kriegt den letzten dran,
    Bis alle Bäuche, ob Frau, ob Mann,
    sind wie Trommeln gespannt;
    Und kurz vor dem Platzen der Hausvater
    dann stöhnt: „Gott sei Dank“. 
    Gibts einen, der nach Ragout noch trachtet,
    und Eintopf, den 'ne Sau verachtet,
    und Frikassee, das sie kotzen machte,
    vor Ekelqual,
    der hinschaut und verächtlich lachte,
    auf solch ein Mahl? 
    Der Ärmste! Seht ihn bei seinem Müll,
    ist kraftlos wie trockene Binsen und still,
    Für Schnüre die Schenkel man halten will;
    die Faust für 'ne Nuss;
    Wie wenig für blutiges Schlachtengebrüll
    der taugen muss! 
    Doch seht den Landsmann, haggisgenährt,
    von seinem Schritt tönt zitternd die Erd,
    Drückt ihm in die breite Faust ein Schwert,
    er lässt es tanzen;
    Mit Armen und Beinen er verfährt,
    wie mit Unkrautpflanzen.
    Ihr Mächte, die ihr im Himmel verkehrt,
    und den Menschen den Speisezettel serviert,
    ein Schotte hat Fraß noch nie verzehrt,
    der bloß ein Dreck ist;
    Drum, wünscht ihr, dass er euch verehrt,
    gebt ihm 'nen Haggis!